Geht’s noch?

Ist das wirklich euer Ernst?

Wir haben jetzt gerade mal zehn Tage Ausgangsbeschränkungen (wohlgemerkt Beschränkungen und nicht Verbot) hinter uns und wir fangen jetzt an darüber nachzudenken, wann wir endlich diese Beschränkungen aufheben? Trotz unvermindert steigender Zahlen bei Toten und Infizierten. Wir haben noch nichts erreicht, die Gefährdung ist noch genauso wie vor 14 Tagen – oder sogar noch höher!

Aber …

Wenn einem nach so kurzer Zeit schon langweilig wird, man Depressionen bekommt, einem die Decke auf den Kopf fällt, die häusliche Gewalt zunimmt, könnte man sich auch mal folgende Fragen stellen:

Was stimmt bei uns nicht?

Warum kann ich mit mir selbst nichts anfangen?
Was ist so schlimm an meinem Zuhause?
Warum werde ich unzufrieden oder sogar aggressiv?

Ich habe den Eindruck der Virus wirkt wie ein Brennglas auf uns und unsere Gesellschaft. Alles tritt jetzt verstärkt hervor – Positives (Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Engagement usw.) wie auch Negatives (Unzufriedenheit, Habgier, Egoismus, Unterbezahlung, usw.). Letztendlich liegt es an jedem einzelnen, welche Schlüsse er für sich daraus zieht und auch an uns als Gesellschaft, was wir daran ändern wollen. Wir können auch alles so lassen wie es ist und auf den nächsten Virus warten. Er kommt bestimmt, aber ob es dann „nur“ eine Grippe sein wird?

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